{"id":1749,"date":"2024-06-21T19:32:54","date_gmt":"2024-06-21T19:32:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.junia-swan.at\/?p=1749"},"modified":"2024-06-21T19:32:56","modified_gmt":"2024-06-21T19:32:56","slug":"das-lied-der-engel-1-kapitel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.junia-swan.at\/?p=1749","title":{"rendered":"Das Lied der Engel &#8211; 1. Kapitel"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em> 5 Jahre sp\u00e4ter<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Hitze des Tages hatte sich in den Mauern Konstantinopels gespeichert und verhinderte, dass es nach Sonnenuntergang k\u00fchler wurde. Obwohl<br> vom Meer her eine leichte Brise durch die engen Gassen wehte, \u00fcberzog ein d\u00fcnner Schwei\u00dffilm Daniels Stirn. An den Schl\u00e4fen sog er sich in den dunklen Stoff des Turbans, den er sich zur Tarnung aufgesetzt hatte. Er passte perfekt zu dem Ru\u00df auf seinen Wangen, welcher seine europ\u00e4ische Abstammung vertuschen sollte. Seit sich Bulgarien gegen das Osmanische Reich erhoben hatte, nistete Unruhe in jedem Winkel und knisterte in der Lunge, wenn man Atem sch\u00f6pfte. Doch dies war nicht der Grund, weshalb Daniel aufs \u00c4u\u00dferste angespannt war. Mit zusammengezogenen Augenbrauen starrte er auf das Haus Mahmud Haddads, eines wohlhabenden, arabischen Kaufmanns. Auf beiden Seiten des stattlichen Tores zuckten die Flammen einer Fackel, als kostete es sie immense Kraft, die vorherrschende Dunkelheit aufzurei\u00dfen. Daniel lie\u00df das Portal nicht aus den Augen, wischte sich aber mit dem Unterarm den Schwei\u00df von der Stirn.<br> \u201eKomm schon\u201c, dr\u00e4ngte er leise, beschwor im Geist seinen Komplizen, und strich sich die feuchten Handfl\u00e4chen an der Hose ab. \u201eNa, los! Worauf wartest du denn?\u201c<br>Da wurde das Tor einen Spaltbreit ge\u00f6ffnet und Daniel murmelte ein<br>Dankgebet, bevor er darauf zulief. Ein Knabe von rund elf Jahren erwartete ihn im Inneren neben der T\u00fcr. Er stand dabei so, dass man ihn von au\u00dfen nicht sehen konnte. Daniel nickte dem J\u00fcngeren zu, der sich ohne Antwort umdrehte. Lautlos folgte er dem Kind in den hinteren Teil des Hauses, beobachtete, wie es verstohlen einen Riegel zur Seite schob. Dann zeigte er ins Innere des Raums. Die einzige Lichtquelle, welche die spartanische Einrichtung marginal erhellte, war der Schein des zunehmenden Mondes, der, wie die auf der osmanischen Armeeflagge abgebildete Sichel, schief am Firmament hing.<br> \u201eIst sie das?\u201c, fl\u00fcsterte er und deutete mit dem Kinn auf eine schlafende Gestalt, die sich kaum von der Dunkelheit abhob. Der Knabe nickte best\u00e4tigend. Da huschte Daniel zu der jungen Frau, beugte sich \u00fcber sie und presste ihr eine Hand auf den Mund. Sie wehrte sich nicht, obwohl er sie erschreckt haben musste. Forschend musterte er sie und erkannte am Glitzern ihrer Aug\u00e4pfel, dass sie wach war.<br> \u201eSei leise, ich bringe dich in Sicherheit\u201c, wisperte er dicht an ihrem Ohr, doch sie bewegte sich nicht. Nickte nicht einmal als Zeichen, dass sie ihn verstanden hatte. Probehalber gab er ihren Mund frei. Kein Laut l\u00f6ste sich von ihren Lippen. Da schob er die Arme unter ihren K\u00f6rper und hob sie hoch. N\u00fcchtern stellte er fest, dass sie kaum mehr als einer der Mehls\u00e4cke wog, die er auf seiner Pinasse transportierte. Ihre Schl\u00e4fe streifte seine Schulter, als er sich, ihren Leib eng an sich gedr\u00fcckt, dem Ausgang zuwandte. Dabei fiel ihr Kopf zur\u00fcck in den Nacken, so, als verf\u00fcgte sie \u00fcber keinerlei K\u00f6rperspannung. War ihr merkw\u00fcrdiges Verhalten das Ergebnis purer Angst? Es w\u00e4re kein Wunder. Nach allem, was sie durchgemacht haben musste, geh\u00f6rte dieses Gef\u00fchl zweifellos zu ihrem Alltag. Mit angehaltener Luft huschte er den Weg, den er gekommen war, zur\u00fcck. Bevor der Knabe die T\u00fcr hinter ihm schloss, dr\u00fcckte Daniel ihm den zweiten Teil der zuvor vereinbarten Belohnung auf die Handfl\u00e4che. Es blieb zu hoffen, dass der Bursche gegen\u00fcber Haddad am kommenden Tag eine schl\u00fcssige Ausrede f\u00fcr das Verschwinden des M\u00e4dchens parat hatte. Aber das sollte nicht seine Sorge sein. Er musste Mila schnellstm\u00f6glich von hier fortbringen!<\/p>\n\n\n\n<p><br>Erst nachdem sie das Haus hinter sich gelassen hatten, atmete Daniel auf. Dennoch hielt er nicht an, sondern hastete die verwaiste Stra\u00dfe entlang. Zwei Seitengassen weiter erwartete ihn Bob, der Steuermann seines Handelsschiffes, auf einem Pferdewagen. Vorsichtig legte Daniel Mila auf die Ladefl\u00e4che und kletterte neben sie. Sogleich setzte sich das Gef\u00e4hrt in Bewegung. Das Trommeln der Hufe zerriss die n\u00e4chtliche Stille, \u00fcbert\u00f6nte vereinzelte Schritte oder Stimmen, die hin und wieder aus den H\u00e4usern ins Freie drangen. Er nahm dies alles nur nebenbei wahr, die junge Frau neben<br> ihm besch\u00e4ftigte seine Gedanken. Mit gerunzelter Stirn betrachtete er sie, um herauszufinden, wie es ihr erging. Der Geruch von K\u00fcmmel stieg fl\u00fcchtig in seine Nase, kurz bevor sie sich dem Hafen n\u00e4herten und Fischgestank die Luft durchtr\u00e4nkte. In dem Fall der willkommene Hinweis, dass sie sich bald in Sicherheit bef\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1080\" style=\"aspect-ratio: 1080 \/ 1080;\" width=\"1080\" autoplay loop src=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Ethan Levi, Erster Maat der Morningbreeze, lehnte an der Reling und sah ihnen entgegen. Daniel gab ihm ein Zeichen und der Seemann verschwand, um ihnen zu helfen. Nicht lange und sie hasteten \u00fcbers Deck. Beunruhigt musterte Daniel das Gesicht der jungen Frau in seinen Armen. Sie hatte bis jetzt kein Lebenszeichen von sich gegeben, obwohl ihre Augen ge\u00f6ffnet waren. Mit der Schulter stie\u00df er die T\u00fcr zur Kapit\u00e4nskaj\u00fcte auf und legte sie auf das schmale Bett. Dann schloss er die T\u00fcr und entz\u00fcndete eine Petroleumlampe. Gleichzeitig h\u00f6rte er, wie die Segel gehisst wurden und sp\u00fcrte, wie das Schiff zu schaukeln begann.<br> \u201eLos\u201c, feuerte er seine Mannschaft insgeheim an. \u201eHer mit der strammen<br> Windb\u00f6e!\u201c<br> Er stellte die Lampe neben dem Bett ab und lauschte auf das Knarren der<br>Seile und \u00c4chzen der Segel. Das klang gut. Wie es aussah, war ihnen das Gl\u00fcck hold und sie w\u00fcrden ohne Probleme entkommen k\u00f6nnen. Das<br>zunehmende Heulen des Windes bewies ihm, dass sie an Fahrt gewannen. Jetzt konnte er sich beruhigt um Mila k\u00fcmmern. Eilig r\u00fcckte er einen Stuhl an die Koje heran, setzte sich darauf und unterzog die blutjunge Frau einer eingehenden Musterung. Die Spitzen ihres honigblonden Haares, welches \u00fcber das Kissen und die Bettkante floss, ber\u00fchrten den Boden. Ihre Augenbrauen waren sanft geschwungen und \u00fcberschatteten ihre weit aufgerissenen, blauen Augen. Mila besa\u00df hohe Wangenknochen und eine zarte Nase \u00fcber wohlgeformten Lippen. Ihr Kinn war lieblich gerundet. Obwohl sein Blick jeden Zoll ihres Gesichts abtastete, bewegte sie sich nicht.<br> \u201eHab keine Angst, du bist in Sicherheit\u201c, erkl\u00e4rte er schlie\u00dflich und hoffte, dass sie ihn verstand. Ajdin Goranov, ihr Bruder, hatte ihm erz\u00e4hlt, dass er als Kind Unterricht in Englisch gehabt und dass Mila heimlich gelauscht und mitgelernt h\u00e4tte. Trotzdem war nicht anzunehmen, dass sie sich die Vokabeln, angesichts dessen, was ihr widerfahren und der Zeit, die vergangen war, gemerkt hatte. Ihrer Muttersprache Bulgarisch war hingegen Daniel nicht m\u00e4chtig. Somit blieb ihm nur zu hoffen, dass die junge Frau am Klang seiner Stimme seine lauteren Absichten erkannte.<br> \u201eMein Name ist Daniel. Daniel Robinson und ich bringe dich zu deinem Bruder nach Gro\u00dfbritannien\u201c, fuhr er fort zu erkl\u00e4ren, in der Hoffnung, sie zu einer Bewegung zu veranlassen. Doch nichts deutete darauf hin, dass sie ihn verstand, geschweige denn ihm \u00fcberhaupt zuh\u00f6rte. Ihre Augen starrten glasig ins Leere und er \u00fcberlegte, ob man sie mit Opium bet\u00e4ubt hatte. Wom\u00f6glich hatte sie bis jetzt gar nicht erfasst, dass er sie aus dem Haus des arabischen Kaufmanns befreit hatte.<br> \u201eDu bist bestimmt m\u00fcde\u201c, murmelte Daniel ratlos und griff nach einem<br>Leintuch, das er \u00fcber ihren Leib breitete. \u201eSchlaf jetzt und sei unbesorgt. Alles wird gut!\u201c<br> Um sie nicht weiter zu erschrecken, erhob er sich leise und stellte den Stuhl auf seinen Platz zur\u00fcck. Dann l\u00f6schte er die Lampe und verlie\u00df die Kabine. Als er an die Reling trat, warf er einen Blick auf die hinter ihnen zur\u00fcckbleibende Stadt. Die vereinzelten Lichter des Hafens waren nur noch als winzige Punkte zu erkennen.<br> \u201eWie es aussieht, werden wir es schaffen\u201c, rief er Ethan zu und der nickte.<br> \u201eAye,Captain. Es scheint, als wollte jemand, dass diese Mission gelingt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1-300x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1754\" srcset=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1-60x60.jpg 60w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen1.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Wind lie\u00df sie nicht im Stich und als die Morgend\u00e4mmerung Nebelfelder \u00fcber das sch\u00e4umende Meer trieb, hatten sie bereits das<br>griechische Festland hinter sich gelassen \u2013 die Stra\u00dfe von Gibraltar stellte das erste Etappenziel ihrer Reise dar. Bevor Daniel in die Kapit\u00e4nskaj\u00fcte eintrat, klopfte er leise an. Vorsichtig \u00f6ffnete er die T\u00fcr und lugte ins Innere. Mila lag reglos mit dem R\u00fccken zu ihm, auf dem Bett.<br> \u201eDarf ich hereinkommen?\u201c, wollte er h\u00f6flich wissen, doch sie erwiderte<br> nichts. Ratlos strich er sich mit den Fingern durchs dunkelbraune Haar. \u201eSchl\u00e4fst du noch?\u201c<br> Da sie nicht antwortete, zog er die T\u00fcr hinter sich zu, stellte ein Tablett auf dem Tisch ab und trat n\u00e4her. Neben dem Bett blieb er stehen, b\u00fcckte sich und stupste sie vorsichtig am Oberarm an. Nichts. Keine Reaktion.<br> \u201eIch habe Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr dich gebracht, Mila\u201c, lie\u00df er sie freundlich wissen. \u201eBist du nicht hungrig?\u201c<br> Sie bewegte sich nicht. Unschl\u00fcssig starrte er auf ihren Hinterkopf, das zierliche Ohr, den Schwung ihres Halses. Auf dem Weg nach Konstantinopel hatte er sich alle m\u00f6glichen Szenarien, wie sie auf ihre Rettung reagierte, vorgestellt. Doch in keiner von ihnen hatte sie ihn mit einer leblosen Gleichg\u00fcltigkeit bedacht und er \u00fcberlegte, wie er sich verhalten sollte. Ratlos traf er eine Entscheidung, schob seine H\u00e4nde unter sie und setzte sie auf. Ohne Gegenwehr lie\u00df sie es geschehen und er war froh, dass sie sitzen<br>blieb und nicht zur\u00fcck aufs Bett fiel. Er wertete dies als ersten Erfolg. Behutsam umschloss er ihren Oberarm und zog sie auf die Beine. Sie folgte ihm brav wie ein erstklassig abgerichteter Hund. Nein, dachte er, w\u00e4hrend er sie zum Stuhl f\u00fchrte, wie ein gebrochener Hund. Wie ein Lebewesen, dem man den eigenen Willen brutal ausgetrieben hatte. Sein Herz zog sich voll Mitgef\u00fchl zusammen. Sanft dr\u00fcckte er sie auf die Sitzfl\u00e4che und sie lie\u00df es geschehen. Er stellte einen Teller vor sie und legte einen L\u00f6ffel daneben.<br> \u201eIch entschuldige mich f\u00fcr das bescheidene Mahl, doch an Bord eines Schiffes haben wir keine gro\u00dfe Auswahl, was das Essen anbelangt.\u201c Er l\u00e4chelte sie aufmunternd an und sch\u00f6pfte aus einer Sch\u00fcssel Suppe auf ihren Teller. \u201eGenau genommen haben wir insgesamt in s\u00e4mtlichen Belangen kaum Alternativen, aber ich f\u00fcrchte, bei den Speisen f\u00e4llt es am ehesten auf.\u201c<br> Er stellte die Kelle in die Schale zur\u00fcck und wartete, dass sie zu essen begann. Es irritierte ihn, dass sie nach wie vor an ihm vorbeiblickte und dadurch den Anschein erweckte, gedanklich abwesend zu sein. Daniel setzte sich ihr gegen\u00fcber, ergriff ihre rechte Hand und klemmte den L\u00f6ffel zwischen ihre Finger.<br> \u201eBitte, iss!\u201c<br> Da senkte sie zu seiner Erleichterung ihr Antlitz und begann zu essen. Jeder ihrer Bewegungen folgte er mit Argusaugen.<br> \u201eIch vermag zu verstehen, dass dir nicht begreiflich ist, wie dir momentan<br>geschieht\u201c, durchbrach er erneut die zwischen ihnen herrschende beklemmende Stille, welche er kaum ertrug. \u201eWie ich gestern andeutete, hat mich dein Bruder geschickt, um dich zu retten. Dieswar kein leichtes Unterfangen, das kannst du mir glauben. Dich zu finden, war, wie eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu suchen. Es hat mich einige Monate gekostet.\u201c Er sch\u00fcttelte den Kopf und lachte leise auf. \u201eAber es ist mir gelungen, nicht wahr? Dabei ging eine sch\u00f6ne Stange Geld drauf.\u201c Daniel zuckte mit den Achseln. \u201eNicht, dass deine Befreiung nicht jeden Penny wert w\u00e4re. Letztlich kommt ohnehin dein Bruder f\u00fcr alle Spesen auf. Ajdin, du erinnerst dich?\u201c<br> Sie l\u00f6ffelte unger\u00fchrt die Suppe, mechanisch wie eine jener kleinen Aufziehpuppen, die auf Jahrm\u00e4rkten feilgeboten werden. Er runzelte die Stirn.<br> \u201eWom\u00f6glich fragst du dich, weshalb es so lange gedauert hat, bis dich jemand befreite? Nun, daf\u00fcr gibt es einen simplen Grund: Dein Bruder, dem es gelungen war, den Piraten zu entkommen, musste sich erst ein neues<br>Leben in Gro\u00dfbritannien aufbauen, um deine Rettung finanzieren zu k\u00f6nnen.\u201c<br> Wie zuvor taxierte sie den Teller, als existierte die Welt um sie herum nicht.<br> \u201eMila\u201c, murmelte er besorgt und legte eine Hand auf ihren Unterarm. Sogleich lie\u00df sie den L\u00f6ffel sinken und dieser kam mit einem dumpfen Laut auf der Tischplatte auf.<br> \u201eDu bist doch Mila, oder?\u201c<br> Sie bewegte sich nicht. Sekunden flogen vorbei und Daniel zog seine Hand zur\u00fcck.<br> \u201eIch kann mir vorstellen, dass es dir besser ergehen wird, wenn du ein Bad genommen hast. Ich werde daf\u00fcr sorgen. Sobald du den t\u00fcrkischen Staub von dir gewaschen hast, wirst du wieder du selbst sein, denkst du nicht?\u201c<br> Ihre Augen blickten unver\u00e4ndert an ihm vorbei und ihre reglose Haltung erinnerte ihn an die einer Statue.<br> \u201eBitte, iss weiter!\u201c Er machte eine auffordernde Geste und sie gehorchte sofort.<br> Mittlerweile hatte er eingesehen, dass mit ihr kein Gespr\u00e4ch, in welcher Form auch immer, zustande kommen w\u00fcrde, deswegen lie\u00df er sich<br> zur\u00fccksinken, ohne seine Augen von ihr abzuwenden.<br> Der Anblick ihrer zarten, unscheinbaren, tief in sich zusammengesunkenen Gestalt verkrampfte sein Herz. Brennendes Mitgef\u00fchl \u00fcberw\u00e4ltigte ihn und er schluckte hart. Er wollte sich nicht ausmalen, welches Leid sie erfahren haben musste, welche Trag\u00f6dien ihr zugesto\u00dfen waren.<br> Als sie aufgegessen hatte, stellte er den Teller zur Seite und hievte einen schweren Bottich in die Mitte der Kaj\u00fcte. Auf dem Weg zur Komb\u00fcse befahl er einem Matrosen, warmes Wasser in den Holztrog zuf\u00fcllen. Als er nach einer Weile zu Mila zur\u00fcckkehrte, sa\u00df sie genauso, wie er sie verlassen hatte. Er biss die Z\u00e4hne zusammen und unterdr\u00fcckte ein Seufzen. Oh, er w\u00fcnschte, er k\u00f6nnte ihr helfen! Sie irgendwie ins Leben zur\u00fcckholen!<br> Nachdem der Matrose den Holzbottich gef\u00fcllt hatte, b\u00fcckte sich Daniel und<br>\u00fcberpr\u00fcfte die Temperatur. Zufrieden stellte er fest, dass sein Seemann gute Arbeit geleistet hatte.<br> \u201eIch werde dich jetzt allein lassen\u201c, erkl\u00e4rte er zu Mila gewandt, die unver\u00e4ndert apathisch auf dem Stuhl sa\u00df und vor sich hinstarrte.<br> \u201eEntkleide und wasche dich. Du wirst sehen, es wird dir helfen. Ganz bestimmt. Beeile dich, bevor das Wasser abk\u00fchlt!\u201c<br> Er drehte sich zur T\u00fcr, warf aber einen letzten Blick \u00fcber die Schulter, wollte sich vergewissern, dass sie ihm zugeh\u00f6rt hatte.<br> Doch nicht das fl\u00fcchtigste Zucken lie\u00df vermuten, dass sie sich in den n\u00e4chsten Minuten bewegen w\u00fcrde. Ratlos \u00fcberlegte er, was er tun sollte und entschloss sich, ihr zu helfen. Deswegen kehrte er zu ihr zur\u00fcck, blieb vor ihr stehen, umfasste sie an den schmalen Handgelenken und zog sie behutsam in die H\u00f6he. Sie lie\u00df es mit sich geschehen.<br> \u201eBen\u00f6tigst du meine Hilfe?\u201c<br> Sie blickte auf Brusth\u00f6he durch ihn hindurch. Daniel runzelte unbehaglich die Stirn.<br> \u201eWenn ich dich in Ruhe lassen soll, musst du es nur sagen und ich verspreche, sofort zu verschwinden.\u201c<br> Nichts an ihr deutete darauf hin, dass es sie \u00e4ngstigte, mit ihm allein zu<br>sein. Dass die Aussicht, er w\u00fcrde sie entkleiden, ihr Unbehagenbereitete. So weit er das erkennen konnte, beschleunigte sich ihr Puls nicht. Daniel gab sich einen Ruck und hob die H\u00e4nde. Seine Finger zitterten, als er nach den B\u00e4ndern griff, welche die Tunika an ihrem Hals zusammenhielten. W\u00e4hrend er sie l\u00f6ste, empfand er sich wie einen Dieb, der sich stahl, was einem anderen geh\u00f6rte. Es lie\u00df sich nicht vermeiden, dass seine Fingerspitzen die weiche Haut ihres Halses streiften, obwohl er sich konzentriert darum bem\u00fchte, sie nicht zu ber\u00fchren. Inbr\u00fcnstig k\u00e4mpfte er sein schlechtes Gewissen nieder, das ihm vorhielt, die Situation auszunutzen und sich an einem hilflosen M\u00e4dchen zu vergehen. Er hielt sich verbissen vorAugen, dass er ihr helfen und nicht seine Leidenschaft stillen wollte. Wie k\u00f6nnte er eine Frau begehren, die so zerbrochen war, dass ihr Geist die Welt verlassen hatte? Er zog die H\u00e4nde zur\u00fcck, trat einen Schritt nach hinten.<br> \u201eFertig. Gelingt es dir, das Kleid allein \u00fcber den Kopf zu ziehen?\u201c Hoffnungsvoll musterte er sie, wartete, dass sie der Aufforderung nachkam. Doch sie reagierte nicht. Er warf einen absch\u00e4tzenden Blick zur Wanne. Wenn sie sich nicht bald hineinsetzte, w\u00e4re das Wasser kalt.<br> \u201eGut, dann \u2026\u201c Er krallte resigniert seine Finger in H\u00f6he ihrer Taille in den Stoff. \u201eHeb die Arme!\u201c<br> Sie tat wie gehei\u00dfen und er schob ihr das orientalische Kleidungsst\u00fcck \u00fcber den Kopf. Er verbot es sich, ihren K\u00f6rper zu betrachten und warf die Tunika auf den Stuhl. Dann umschloss er die junge Frau, hob sie in die H\u00f6he und stellte sie in den Bottich.<br> \u201eUnd jetzt setz dich hin!\u201c<br> Ihre Bewegungen waren fahrig, als sie seiner Forderung Folge leistete. Er holte ein St\u00fcck Seife und ein Tuch und dr\u00fcckte ihr beides in die Hand.<br> \u201eLos!\u201c, dr\u00e4ngte er sanft.<br> Da sie sich nicht bewegte, nahm er ihr die Utensilien wieder ab, sank neben der Wanne in die Knie und tauchte die Seife ins Wasser. Er sch\u00e4umte sie auf und hielt ihr das Tuch hin. Doch sie griff nicht danach. Stattdessen spreizte sie die Beine. Als h\u00e4tte sie ihm gl\u00fchende Kohlen ins Gesicht geworfen, fuhr er mit einem erschrockenen Satz zur\u00fcck, wobei er fast das Gleichgewicht verlor.<br> \u201eNein\u201c, wehrte er zutiefst ersch\u00fcttert ab, \u201enein, das ist nicht der Grund f\u00fcr dieses Bad. Schlie\u00dfe deine Beine, ich bitte dich!\u201c<br> Sie tat es, als w\u00e4re es ihr einerlei, was er mit ihr anstellte, aber zumindest verstand sie ihn.<br> \u201eIch will dich nur waschen, verstehst du? Nur waschen! Wir befreien dich vom Dreck dieser Barbaren. Ja?\u201c<br> Daniel stellte mit Befremden fest, dass er mittlerweile wie sein ehemaliges Kinderm\u00e4dchen vor sich hin plapperte. Es war eine von Pearls Eigenheiten gewesen, st\u00e4ndig vor sich hin zu schwafeln. Belangloses Zeug. Trotzdem hatte er sie geliebt. Ihre schwarze Hautfarbe war f\u00fcr ihn ein Symbol der Geborgenheit geworden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3-300x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1756\" srcset=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3-60x60.jpg 60w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Post-Vorlagen3.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br> Z\u00f6gernd tupfte er \u00fcber Milas Hals und entdeckte blaue Flecken unterhalb<br>ihrer Kehle. Himmel, war sie gew\u00fcrgt worden? Sekundenlang hielt er die Luft an, um die Fassung wiederzuerlangen. Gott, wer hatte das getan? Dieser Kaufmann? Er strich mit dem Tuch ihre Schultern entlang. Ein Brandzeichen auf ihrem rechten Oberarm zog seine Aufmerksamkeit auf sich. Daniel atmete zischend aus und schalt sich selbst als naiv. Was hatte er denn angenommen? Dass sie an Leib und Seele unversehrt w\u00e4re, obwohl sie f\u00fcnf Jahre lang eine Sklavin, zuerst der Araber, dann der Osmanen und darauf wieder der Araber gewesen war? Hatte er insgeheim auf ein Wunder gehofft? Und nicht nur er? Womit rechneten Ajdin Goranov und Miron Tomov? Wie malten sich die beiden Bulgaren Mila bei ihrem Wiedersehen aus?<br> Er r\u00fcckte unbehaglich hinter sie und wusch ihren R\u00fccken. Eine Narbe<br> verlief zwischen ihren Schulterbl\u00e4ttern bis hinunter zu ihrem Stei\u00dfbein.<br> \u201eHerrgott, was haben sie dir angetan?\u201c, keuchte er unvermittelt und seine Stimme klang ungewohnt rau, so, als h\u00e4tte er sie nie zuvor benutzt. Er r\u00e4usperte sich. Nachdem er mit dem Absp\u00fclen ihres R\u00fcckens fertig geworden war, bat er sie, den Kopf in den Nacken zu legen.<br> Wieder gehorchte sie ohne zu z\u00f6gern. Er goss Wasser aus einem Krug \u00fcber ihr Haar, verteilte es mit der freien Hand in der seidigen F\u00fclle. Dann arbeitete er die Seife ein. Wie er feststellte, hatte sie die Augen geschlossen und sekundenlang wirkte sie wie eine normale Frau, nicht wie ein t\u00f6dlich verletztes Wesen in den letzten Zuckungen. Ihrem leeren Blick f\u00fcr eine kurze Weile zu entgehen, erleichterte ihn. Als er die Seife aus ihrem Haar wusch, kam er ihrem Gesicht so nahe, wie nie zuvor. Ihr Atem streifte, fl\u00fcchtig wie eine milde Morgenbrise, sein Kinn. Unbeschreiblich sacht tupfte er \u00fcber ihre Wangen, die Stirn, strich die Nase entlang.<br> \u201eDu kannst den Kopf wieder nach vorne biegen\u201c, fl\u00fcsterte er und sie gehorchte.<br> Als sie die Augen \u00f6ffnete, hoffte er, ihren Blick einzufangen, doch sie sah unver\u00e4ndert leblos durch ihn hindurch. Langsam senkte er sein Antlitz und beschloss, ihre Br\u00fcste zu ignorieren und mit dem Tuch \u00fcber ihren Bauch zu streifen. Wie er feststellte, war sie nicht schmutzig. Es war weithin bekannt, dass die Mohammedaner ihre rituellen Waschungen penibel ausf\u00fchrten, offensichtlich wirkte sich dieser ebenso auf ihre Sklaven aus. Oder zumindest auf jene Frauen, die ihre Herren mit ihren Leibern zu erfreuen hatten.<br> Er entdeckte kleine Geweberisse auf ihrer Bauchdecke und fragte sich, woher sie wohl stammten. Vermutlich hatte man Mila auf eine grausame und schreckliche Art, wie er sie sich nicht vorzustellen vermochte, gefoltert. Ihn schauderte. Er konnte sich nicht dazu \u00fcberwinden, sich ihrem Unterleib zu widmen. Stattdessen konzentrierte er sich auf ihre Oberschenkel und Knie. Zu guter Letzt nahm er ihren rechten Fu\u00df in die Hand und entdeckte einen Zehenring. \u201eDen werde ich dir abnehmen, ja?\u201c<br> Fragend suchte er in ihrem Antlitz nach ihrem Einverst\u00e4ndnis. Er h\u00e4tte sich die M\u00fche sparen k\u00f6nnen. Vorsichtig, um ihr keine Schmerzen zu bereiten, zog er ihr den Ring von der zweiten Zehe. Nachdem er ihren Fu\u00df wieder ins Wasser gelegt hatte, richtete er sich auf. Er griff  nach einem gro\u00dfen Laken und breitete es aus.<br> \u201eBitte steh auf!\u201c<br> Da sie nicht reagierte, warf er sich das Tuch \u00fcber die Schulter, umfasste sie an den Oberarmen und zog sie sanft in die H\u00f6he.  F\u00fcrsorglich wickelte er sie in die Stoffbahn ein und hob sie auf. Sofort erschlaffte sie in seinen Armen, als h\u00e4tte sie das Bewusstsein verloren. Schnell brachte er sie zum Bett, legte sie darauf, zog den Stuhl n\u00e4her und setzte sich. Tr\u00f6stend strich er ihr mit dem Zeigefinger \u00fcber die Schl\u00e4fe.<br>\u201eEs wird dir bald besser gehen\u201c, versprach er und hoffte inbr\u00fcnstig, damit recht zu behalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Das-Lied-Engel-Junia-Swan-ebook\/dp\/B09494RR9S\/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2PPT89TVIOFZT&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.aYaTwJILtyo6nd2UnUQYN1xzXrrDDVKY_N_1vXwz6BYAK1xQvKGGvkuu76LB6In_0vd4vbmHUXcyiVbGK63i4luKPcE--VAb3kAt9rbe6bKF7jr__oBq41yWzaIs4Ke6KsLhzuy6fLTz5Gwo5WLDgrdyCGMMNt0RE8NVzyDnbDKBpEH1YAH9YyxICr7pcOj-vkfLffY9_p4O5I3ITy0jQJA0mvNp9eJ4TY6KpGK5Iio.VlZDg5LQBkg1TwE_qq6gzAY_RKGzOg-MDmluA5D1TLg&amp;dib_tag=se&amp;keywords=junia+swan&amp;qid=1718994159&amp;sprefix=junia+s%2Caps%2C346&amp;sr=8-8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"176\" src=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/photo_2024-05-31_13-15-05-300x176.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1741\" srcset=\"https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/photo_2024-05-31_13-15-05-300x176.jpg 300w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/photo_2024-05-31_13-15-05-768x451.jpg 768w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/photo_2024-05-31_13-15-05-102x60.jpg 102w, https:\/\/www.junia-swan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/photo_2024-05-31_13-15-05.jpg 1004w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5 Jahre sp\u00e4ter Die Hitze des Tages hatte sich in den Mauern Konstantinopels gespeichert und verhinderte, dass es nach Sonnenuntergang k\u00fchler wurde. Obwohl vom Meer her eine leichte Brise durch die engen Gassen wehte, \u00fcberzog ein d\u00fcnner Schwei\u00dffilm Daniels Stirn. 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