{"id":262,"date":"2018-03-05T12:58:00","date_gmt":"2018-03-05T12:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.junia-swan.at\/?p=262"},"modified":"2020-03-20T13:02:26","modified_gmt":"2020-03-20T13:02:26","slug":"lets-talk-about","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.junia-swan.at\/?p=262","title":{"rendered":"Let\u00b4s talk about &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Gibt es sogenannte &#8222;Does and Don&#8217;ts&#8220; beim Schreiben f\u00fcr dich?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja,\n sogar einige. F\u00fcr mich kommt es zum Beispiel \u00fcberhaupt nicht infrage, \nein Buch k\u00fcnstlich zu verl\u00e4ngern. Kein einziger Absatz, ich m\u00f6chte sogar\n behaupten, Satz in einem meiner B\u00fccher wurde geschrieben, um die \nHandlung in die L\u00e4nge zu ziehen. Im Gegenteil, ich versuche zu straffen \nund wirklich nur die f\u00fcr die Geschichte wichtigen Aspekte \nniederzuschreiben. Manchmal bedeutet dies trotzdem, Umwege gehen zu \nm\u00fcssen. Allerdings bin ich selbst kein Anh\u00e4nger allzu vieler Details, \nwelche die Handlung nicht voranbringen, deshalb versuche ich auch \nlangwierige Ausf\u00fchrungen zu vermeiden. Abgesehen davon ist es mir \nwichtig, etwas Neues zu schreiben und nicht die gleiche Geschichte immer\n wieder neu aufzuw\u00e4rmen. Sollte ich irgendwann das Gef\u00fchl haben, \ninnerhalb einer Schablone zu schreiben, h\u00f6re ich lieber auf damit und \nwidme mich etwas Anderem. Auch platte Charaktere sind mir ein Gr\u00e4uel und\n wenn die einzige Basis einer Beziehung Sex ist und das gute Aussehen \nder Protagonisten, ist mir das wirklich zu wenig. In diesem Zusammenhang\n m\u00f6chte ich anmerken, dass mir bei meinen Geschichten auch die \nEntwicklung der Charaktere wichtig ist. Das hei\u00dft, es geht mir nicht nur\n darum zu erz\u00e4hlen, wie sich das P\u00e4rchen findet, sondern auch, wo stehen\n sie zu Beginn des Buches und wie reagieren sie auf diverse \nSchicksalsschl\u00e4ge, Situationen, etc. Oft \u00fcberrascht mich die Richtung, \nin die ein Roman sich entwickelt, selbst. Nehmen wir zum Beispiel &#8222;Eine \nverh\u00e4ngnisvolle Suche&#8220;. An diesem Buch schreibe ich schon l\u00e4nger und \nauch hier bin ich zu einem Punkt gekommen, an dem ich mir gedacht habe: \nOh nein, muss das wirklich passieren? Ich habe dann zwar die \nM\u00f6glichkeit, die Entscheidung zu treffen, die Handlung anders \nweiterzuf\u00fchren, aber das w\u00fcrde der Geschichte zuwiderlaufen. Deswegen \nversuche ich, eine weniger schlimme L\u00f6sung zu finden. Manchmal ist es \nm\u00f6glich, manchmal nicht. Nat\u00fcrlich gibt es auch hier Grenzen,\ndie ich nicht \u00fcberschreite.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Stichwort: Die Sehnsucht des\nPrinzen<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich das Buch \u201eDas Geheimnis\ndes Prinzen\u201c geschrieben habe, hatte ich eigentlich nicht vor,\neinen weiteren Band folgen zu lassen. Jedoch hat mich Leonard of St.\nIves nicht losgelassen. Tagelang habe ich \u00fcberlegt, welche Frau f\u00fcr\nihn infrage k\u00e4me, in welche Handlung seine Geschichte eingebettet\nsein k\u00f6nnte. Irgendwann stand mir deutlich vor Augen, dass es nur\neine Frau f\u00fcr ihn geben kann: Isabel. Es ist mir nicht leicht\ngefallen, Rick daf\u00fcr t\u00f6ten zu m\u00fcssen. Hilfe, wie das schon klingt!\nDoch gab mir die Weiterf\u00fchrung dieser Handlung die M\u00f6glichkeit,\nmeinen Protagonisten einige jener Masken abzunehmen, die auch wir\nselbst manchmal tragen, oder aber auch das \u201eheile\u201c Bild von etwas\nzu zerst\u00f6ren. Nehmen wir zum Beispiel das der Ehe von Rick und\nIsabel, die sich wirklich geliebt haben. Aber auch sie hatten\nProbleme in ihrer Ehe, was ja in der heutigen Zeit leider oft ein\nGrund ist, den anderen zu verlassen. In Isabel habe ich eine starke\nFrau gefunden, die nicht so leicht aufgibt, die k\u00e4mpft und die\nwirklich ernst meint, was sie sagt und zu den Dingen steht, die sie\nverspricht. Als Gegenpart haben wir Leonard, der meint, sie zu\nlieben. Womit wir schon mitten im Geschehen sind. Wie soll ein Mann\nwie er und mit den Erfahrungen, die er gemacht hat, sich ohne\nProbleme wandeln? Wie soll das gehen, ohne, dass er wirklich ganz\ntief unten aufschlagen muss, um endlich zu erkennen, wer er ist und\nwas er mit seinen Handlungen anrichtet? Er braucht das ganze Buch um\nzu erkennen, was Liebe wirklich ist. Eben nicht nur ein Gef\u00fchl des\nVerliebtseins, vielleicht auch des Besitzens, das kommt und geht, je\nnachdem, ob die Situation angenehm f\u00fcr ihn ist oder nicht. Oder\nauch, ob Isabel seine W\u00fcnsche erf\u00fcllt oder nicht. Das ist keine\nLiebe, die ausgerichtet ist, dem anderen Gutes zu tun, sondern nur\ndas Bed\u00fcrfnis, die eigenen W\u00fcnsche und Begierden zu erf\u00fcllen und\nzu stillen. Jahrelang hat er dieses Verliebtsein mit Liebe\nverwechselt, deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sich dieses\nGef\u00fchl sofort verfl\u00fcchtigt, als die ersten Probleme auftauchen und\ner Isabel von einer anderen Seite kennenlernt. Es ist unm\u00f6glich,\ndass er sich ohne diese Zerrissenheit wandeln kann, ohne diesem Hin\nund Her. Nur Isabels Festhalten an ihrem Versprechen erm\u00f6glicht es\nihm, sich zu \u00e4ndern. Heutzutage geben wir oft viel zu fr\u00fch auf. Da\ngehen wir schon bei den ersten Problemen. Doch ich kann Ihnen aus\neigener Erfahrung sagen, die Liebe w\u00e4chst mit den Problemen die\n\u00fcberwunden wurden. Auch, wenn man nicht immer sicher ist, ob man\nbleiben soll und am liebsten weglaufen w\u00fcrde, weil man denkt, es\nw\u00e4re der einfachere Weg. Das mag er auch sein. Doch wenn man nicht\nnur an der Oberfl\u00e4che der Liebe kratzen m\u00f6chte und eine tiefe,\ninnige Beziehung mit seinem Partner leben will, sollte man die\nProbleme\/Auseinandersetzungen als das sehen, was sie sind:\nM\u00f6glichkeiten, um zu wachsen und dem anderen n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Woran schreibst du gerade?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt, \u201eDie verh\u00e4ngnisvolle\nSuche\u201c liegt nun schon l\u00e4nger auf meinem Tisch und ich widme mich\nihr auch immer wieder. Zuerst m\u00f6chte ich aber noch \u201eDie Bekehrung\ndes Teufels\u201c zu Ende schreiben. Dieser Roman wird sich in einigen\nDetails wieder von allen anderen unterscheiden. Doch zu viel will ich\ndar\u00fcber noch nicht verraten. Dann habe ich noch \u201eEin bitters\u00fc\u00dfer\nHandel\u201c begonnen \u2013 eine Idee, der ich mich nach Fertigstellung\nder anderen beiden Romane widmen werde. Vielleicht schiebe ich auch\nnoch eine \u201eLady Violet\u201c dazwischen. Diesbez\u00fcglich bin ich mir\naber noch nicht sicher. Es gibt also noch viel zu tun \u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es sogenannte &#8222;Does and Don&#8217;ts&#8220; beim Schreiben f\u00fcr dich? Ja, sogar einige. F\u00fcr mich kommt es zum Beispiel \u00fcberhaupt nicht infrage, ein Buch k\u00fcnstlich zu verl\u00e4ngern. Kein einziger Absatz, ich m\u00f6chte sogar behaupten, Satz in einem meiner B\u00fccher wurde geschrieben, um die Handlung in die L\u00e4nge zu ziehen. 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