Es gibt keine Zuflucht für Prinzessin Rosalinde, die aufgrund ihres rebellischen Wesens den härtesten Strafen ausgesetzt wird. Nicht einmal der mächtige Ritter, der sie vor ihren Peinigern gerettet hat, nimmt sie mit sich und bewahrt sie vor weiterem Unheil. Alleingelassen in ihrem Schmerz, verschließt Rosalinde ihr Herz und untersagt sich jegliche menschliche Regung. Bald gilt sie weithin als kalt und unberechenbar, weshalb man sie nur mehr „Eisprinzessin“ nennt. Mit ihrem Ruf kann Rosalinde gut leben, und es vergeht kein Tag, an dem sie ihn nicht untermauern würde. Doch plötzlich hält der Burgherr von Wolfsberg um ihre Hand an, und ihr Vater stimmt bereitwillig einer Fernhochzeit zu. Rosalinde ist sicher, auch diesen Mann problemlos mit ihren Launen beherrschen zu können. Wie sehr sie sich geirrt hat, muss sie erkennen, als sie dem beeindruckenden Ritter das erste Mal in die Augen sieht. Er fordert ihren absoluten Gehorsam, und sie ahnt instinktiv, dass er vor keinem Mittel zurückschrecken wird, um ihn zu bekommen.